Eine Transaktion ist kein I/O
Wer flexible Geschäftsprozesse will, sollte nicht in IT-Silos denken.
(veröffentlicht am 25.11.2009 in searchstorage.de)
Die Welt ist komplexer geworden. Wer auf der oberen Geschäftsetage eine Richtungsänderung beschließt, merkt häufig sehr schnell, dass die „IT im Keller“ ein leistungsstarker Tanker ist.
Sie kennen das: Man geht in den Keller, sucht etwas und ist ganz sicher, dass es „irgendwo“ zu finden sein müsste. Nach einer halben Stunde beschließt man, den Keller mal wieder aufzuräumen. Alte und unbenötigte Dinge fliegen raus und es wird ein neues Ordnungssystem eingerichtet
In vielen Unternehmen ist das ähnlich. Durch über Jahre gewachsene Rechenzentrums-Strukturen entsteht viel Reibungsenergie im täglichen Arbeitsablauf, gerade in der IT.
Besonders im Mittelstand ist jedoch zu beobachten, dass es neben dem Budget oftmals auch am Verständnis fehlt, „den Keller aufzuräumen“ – es läuft ja ... irgendwie. Mit ein paar funktionellen Abstrichen betreibt man seinen Bauchladen an Herstellern und Systemen, und wenn das neue Upgrade Inkompatibilitäten verursacht, verzichtet man einfach darauf.
Den Flanschfaktor der IT reorganisieren
Dies wirkt sich durch die Integration der IT in alle Geschäftsprozesse überall störend aus. So scheitern viele Optimierungen an den Strukturen sowie an der IT. Niemanden wundert es, warum es so lange dauert, wie es dauert. Ist der Mitbewerb ständig schneller, z.B. bei Angebot, Lieferung oder Service, wird dies erst in den Unternehmenskennzahlen sichtbar.
Selten wird dabei an Struktur- oder Prozessoptimierung gedacht, um die Leistungen mit Blick auf Geschwindigkeit und Qualität zu optimieren.
Die Komplexität lässt sich nicht durch isolierte Veränderungen in den Griff bekommen. In der IT z.B. ist es sinnvoll, neben der Server- auch gleich eine Speicherkonsolidierung vorzunehmen, die Anbindung muss ohnehin angepasst werden.
Flexibel bleiben und trotzdem regelkonform vorgehen
Das spart Aufwand, reduziert Wartungskosten und stellt IT-gestützte Ressourcen schneller und sicherer bereit. Nebenbei ist bei der Anschaffung/Implementierung eine höhere Rabattierung realisierbar. Doch auf der Prozessebene muss es anfangen, sollen die in der IT gewonnenen Pferdestärken „auf die Straße“.
So sollten Konsolidierungsmaßnahmen unternehmensweit betrachtet werden!
Unternehmen sind heute in viele Märkte und Netze eingebettet. Diese Verbindungen sind nicht statisch und verlangen ein hohes Maß an Flexibilität und Reaktionsgeschwindigkeit, um darin bestehen zu können. Das geht nur, wenn die IT-Landschaft schnell, sicher und unternehmensweit einheitlich optimierte und regelkonforme Prozesse unterstützt.


